Das geerbte Haus

Susi schaute sich um, es war dunkel und sie ganz alleine im Haus. Es war ein altes Haus, dass sie von ihrer Tante geerbt hatte. Beim gehen knirschten die Böden und auch sonst gab es eine Menge unheimlicher Geräusche im Haus. Sie tastete sich langsam vor zur Küche, endlich hat sie die Streichhölzer gefunden. Jetzt konnte sie wenigstens eine Kerze anzünden. Warum ausgerechnet jetzt der Strom ausfallen musste ärgerte Susi sich. In diesem Haus hat sie sich noch nie wohl gefühlt. Obwohl sie hier aufgewachsen ist. Bei ihrer strengen Tante. Als Susi 10 Jahre alt war wurde sie zur Tante geschickt, da ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall ums leben kamen. Und da war ja dann noch Sven, ihr Cousin, er war 3 Jahre älter und die beiden verstanden sich überhaupt nicht. Susi wäre viel lieber in ein Heim gegangen, aber sie wurde nicht gefragt. Anstatt dessen musste sie im Haushalt mithelfen, früh aufstehen, aufs Feld gehen, anschließend in die Schule und abends Wäsche waschen. Sven musste dagegen gar nicht helfen, er war ja schließlich ein Junge.

Mit 18 Jahren zog Susi aus, jetzt fast 20 Jahre später, kehrte sie in dieses Haus zurück, dass ihr so viel Unglück und Leid brachte. Warum hat ausgerechnet sie und nicht Sven das Haus geerbt.

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